Der kapitalistisch-soziale Staat -Solide oder doch Fragil?

Wie sie vielleicht gemerkt haben, kritisiere ich den kapitalistischen-sozialen Staat.

Jedoch möchte ich hier erörtern, wieso ich diese Ansicht vertrete und anschließend diesem System auf den Zahn zu fühlen. Aber bevor das möglich ist, müssen Sie einen Schritt zurück machen. Wo hat dieses “demokratische”-System seinen Uhrsprung?

Gehen wir zurück in eine Zeit, wo der Mensch noch vollkommen war. Es beginnt im antiken Griechenland: Die Menschen fingen an ihren Verstand zu benutzen, sie philosophierten, sie begriffen und stellten sich die Frage: “Wie sieht ein gerechter Staat aus?” Sie denken also nach, Tag ein und Tag aus. Doch der schlaue Mensch, der seinen Verstand benutzt, ist nicht in der Lage gleichzeit ein Feld agrarisch zu bewirtschaften, geschweige denn so seine Familie zu versorgen. Der Denker ist also auf soziale Hilfe, kurz Geld angewiesen um dem Staat nützlich sein zu können.

Hier taucht zum ersten mal der soziale Aspekt auf. (Ich spreche hier zudem mit Absicht von Denkern und nicht von “Politikern”, da diese nur eigennützig denken, also nicht im Sinne des Allgemeinwohls denken). Denn: [eigennütziges Denken≠ Denken]

Dieser Schritt ist gerade zu revolutionär. Für das Denken bezahlt werden schien davor unmöglich gewesen zu sein. Der Höhlenmensch war aus der Höhle gekrochen und blickte in das Antlitz der Sonne. Also regierte von nun an ein Rat der Denker, mit den einzigen Ziel: dem Allgemeinen Wohl. Nun durchlebte der griechische Staat viele Staats-Systeme: Sei es die Aristokratie, die Timokratie (heute noch vertreten in vielen Staaten dank Lobbyisten und Abschaummedien) oder die Oligarchie. Auf all diesen Systemen baut unser sozial-kapitalistische System auf. Aufgrund der vielen Ursprünge durch Väter-Staaten, könnte man glatt von einem “Bastard-System” sprechen.

Nätürlich beinhaltet der Staat noch mehr soziale Aspekte, die aber keiner weiteren Erklärungen bedürfen. Die Entstehung des sozialen Aspekts, welches im heutigen Staatssystem verankert ist sei also somit geklärt.

 

Doch wo kommt er her, der Kapitalismus?

Amerika werden Sie jetzt denken. Da muss ich sie leider enttäuschen.

So etwas wie Kapitalismus existiert eigentlich garnicht. Es ist nichts anderes als der Selbsterhaltungstrieb, der tief in uns manifestierte Wunsch besser zu sein als Andere, bzw. mehr zu erreichen. Das Dulden dieses Verhaltens wird auch das “American Dream” genannt. Menschen ohne Gefühle, wie Neid,  leiden, meines Erachtens, an psychischen Störungen. Neid ist eine vollkommene natürliche Reaktion, die in der Natur auftritt und ist evolutionär viel hilfreicher als die, durch das Weltbild “American Dream” hervorgerufene Toleranz und Akzeptanz. Fehlender Neid kann also ein Indikator sein, dass sie an dieses Weltbild glauben.

Nach diesem Weltbild ist es zudem möglich das alle Menschen erfolgreich werden können, solange ein Wille vorhanden sei. Diesem Aspekt stimme ich durchaus zu, jedoch ist gleicher Erfolg unter Homo Sapiens Sapiens nur möglich, wenn das System aufhört die Bevölkerung zu unterdrücken und zu beeinflussen, aber vorallem, dass alle Menschen gleich sind.

Am letzteren Punkt scheitert es. Denn wir Menschen sind nicht alle gleich, so sehr wir es uns auch wünschen.

So existieren Menschen, die den Trieb des “Kapitalismus” über die Maßen in sich tragen.

Diesen wurde sogar ein eigener Name gegeben. Der Biologe/Soziologe spricht von Homo oeconomicus. Besondere Merkmale sind hier das egoistische Handeln und das effektuieren des eigenen Willens und dies, im vergleich zu Homo Sapiens Sapiens sehr radikal. Diese Menschen werden in unserer Gesellschaft als “Workaholics” oder im deutschen “Arbeitstiere” bezeichnet. Die Wissenschaft ist sich noch immer nicht einig ob es sich bloß um eine Krankheit oder ob es wirklich um eine genetische Veränderung unserer DNS, also um einen veränderten Genpool handelt, der im laufe der Jahrhunderte durch Mutationen stattfand. Jeder scheint diese Gene in sich zu tragen, die bestimmen wie intensiv wir diesen Trieb ausleben.

Genau dieser Instinkt, bestimmt was Sie sind und hat Einfluss auf Sie.

Kapitalismus ist also bloß Kauderwelsch, ein Hirngespenst der Abschaummedien, wobei man behaupten könnte, dass der Kapitalismus in Ihnen steckt, sofern man Selbsterhaltungstrieb mit Kapitalismus gleichsetzten würde. Ich rate es ihnen dennoch ab!

Wie Sie sehen, liegt die Schuld nicht vollkommen beim System. Es sind lediglich Teile des System beschädigt. So nimmt Homo oeconomicus großen Einfluss auf den Staat und vorallem dessen Wirtschaft. Auch wenn eine Uhrwerkgesellschaft vorliegt, funktioniert das System, nicht wie Ursprünglich geplant.

Es ist lediglich ein gefälschtes Uhrwerk, welches mit falschen, unpassenden und minderwertigen Teilen läuft. Die Zeit wird Turbulenzen mit sich bringen und die Zahnräder der Gesellschaft werden sich verkeilen und die Uhr, sie wird stehen bleiben. Dann wird der Mensch sich fragen: Wieso? Doch sobald er diese Frage stellt, wird es zu spät sein.

Meine Meinung zum Kommunismus, werde ich in einem späteren Beitrag äußern.

Bis dahin bleiben Sie wachsam!

 

AMT

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